Antrittsvorlesung von Frau Prof. Dr.-Ing. Langer

17.10.2012 auf dem Hochschulcampus der HS Merseburg

Am Mittwoch, d. 17. Oktober 2012 hielt Frau Prof. Dr.-Ing. Beate Langer vor ca. 150 Studenten, Kollegen und Gästen ihre Antrittsvorlesung an der Hochschule Merseburg.

Der Titel der Vorlesung lautete: „Kunst kommt von Können – Was Kunststoffe alles leisten“

Frau Prof. Langer stellte mit vielen Beispielen die weit gefächerten Einsatzgebiete von Kunstsstoffen vor und erklärte die Einordnung der Kunststoffe in die Gruppe der Werkstoffe.
Es folgte eine Klassifizierung der Kunststoffe, als Vertreter von Homopolymeren wurden dabei Polyethylen und PET genannt und deren Einsatzgebiete beleuchtet.


Blends, also Polymermischungen, wurden an den Systemen Polyamid 6/Polyamid 66 und Polyethylen/Polybuten-1 erklärt. Letzteres wird als „Peelfolie“ unter anderem im Lebensmittelsektor verwendet und ist immer noch Gegenstand der Forschung in Merseburg.
Auch Entwicklungen aus der Solarindustrie wurden gezeigt. Am Beispiel der Deckfolie eines Solarmoduls wurde der Begriff Copolymer erklärt.
Ein weiteres Gebiet der Merseburger Kunststoff-Forschung stellen die Verbundwerkstoffe dar. Auch diese wurden von Frau Prof. Langer vorgestellt, an den Beispielen rußgefüllte Elastomerwerkstoffe und Polypropylen-Glasfaser-Verbunde.

Im Anschluss ging Frau Prof. Langer auf die Verwendung faserverstärkter Kunststoffe im Automobilbau und auf das neue Fraunhofer-Zentrum in Leuna (CBP) ein, das sich mit Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Hinblick auf die Subsitution fossiler Stoffe beschäftigt.

Im letzten Abschnitt der Vorlesung stellte Frau Prof. Langer ihre eigenen Forschungsaktivitäten vor, darunter das neue Labor zur Simulation und Bewertung des Alterungsverhaltens von Kunststoffen, in dem u.a. polymere Werkstoffe der Solarindustrie und biobasierte Polymerfolien untersucht werden sollen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein kleiner Empfang, bei dem ein reger Erfahrungsaustausch mit Industriepartnern aus der Region stattfand. Außerdem stand das Bewitterungslabor zur Besichtigung offen.


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